Weitere Hauterkrankungen im Überblick

Weitere Hauterkrankungen im Überblick

Neben Ekzemen und Akne existieren zahlreiche weitere Hauterkrankungen, die unterschiedliche Symptome und Behandlungsansätze erfordern. Im Folgenden erhalten Sie einen Einblick in einige häufigere und seltenere Krankheitsbilder.


Vitiligo ist durch depigmentierte, weißliche Hautflächen gekennzeichnet, die häufig symmetrisch an Händen, Gesicht und Gelenken auftreten. Als autoimmune Erkrankung kommt es vermutlich zur Zerstörung von Melanozyten. Für die Diagnosestellung genügt meist eine klinische Untersuchung, ergänzt durch eine Wood-Licht-Diagnostik. Zur Behandlung werden topische Kortikosteroide oder Calcineurininhibitoren eingesetzt, oftmals kombiniert mit gezielten UV-Bestrahlungen. Eine frühzeitige Therapie kann eine partielle Repigmentierung fördern und die Ausbreitung verlangsamen.

Rosacea und periorale Dermatitis manifestieren sich durch Rötungen, erweiterte Gefäße und entzündliche Papeln im Gesichtsbereich. Auslöser sind häufig UV-Strahlung, Hitze oder bestimmte Pflegeprodukte. Eine konsequente Hautpflege mit milden, nicht reizenden Präparaten und Sonnenschutz kann die Beschwerden lindern. In moderaten bis schweren Fällen verschreiben Fachärzte topische antibakterielle Wirkstoffe oder systemische Antibiotika. Regelmäßige Kontrollen helfen, die Therapie individuell anzupassen.

Autoimmune bullöse Erkrankungen wie Pemphigus vulgaris und bullöses Pemphigoid zeigen schubweise auftretende Blasenbildung auf ansonsten gesunder Haut. Die Diagnosesicherung erfolgt durch klinische Befunde, Histologie und Autoantikörper-Nachweis. Therapiegrundlage sind systemische Kortikosteroide oft in Kombination mit immunsuppressiven oder immunmodulatorischen Wirkstoffen. Eine enge ärztliche Begleitung ist erforderlich, um Nebenwirkungen zu minimieren und Rückfälle zu vermeiden.

Lichen planus äußert sich durch juckende, polygonale Papeln und kann Haut, Schleimhäute sowie Nägel betreffen. Bei generalisierter Ausprägung kommen topische oder systemische Kortikosteroide zum Einsatz. Sclerodermie ist durch eine Verhärtung der Haut gekennzeichnet und kann – je nach Subtyp – innere Organe mitbetreffen. Hier stehen neben physikalischen Maßnahmen auch Immunmodulatoren im Fokus, um den Verlauf zu verlangsamen.

Granuloma annulare präsentiert sich mit ringförmigen, leicht erhabenen Papeln meist an Händen und Füßen. Die Ursache ist unklar, oft verläuft die Erkrankung jedoch gutartig mit spontaner Rückbildung. Bei ausgeprägten Beschwerden helfen topische Kortikosteroide oder Kryotherapie. Pityriasis rosea zeigt einen Einführungsfleck und anschließend kleine, schuppende Plaques. Symptomatisch werden beruhigende Cremes und gelegentlich Antihistaminika empfohlen.

Diagnose und Behandlung

Für eine sichere Identifikation seltener oder atypischer Hauterkrankungen ist die Vorstellung bei einem Dermatologen empfehlenswert. Die Diagnostik umfasst Anamnese, klinische Untersuchung und bei Bedarf Biopsien oder lichtbasierte Verfahren. Therapieentscheidungen orientieren sich am Schweregrad, der Ausdehnung und möglichen Begleiterkrankungen. Ergänzend zur medikamentösen Behandlung kann eine angepasste Hautpflege Trockenheit und Irritationen reduzieren. Eine regelmäßige Kontrolle gewährleistet einen optimalen Therapieerfolg.